Bildung: Das virtuelle Klassenzimmer

TEXT: Dr. Michael W. Preikschas

Die Corona Krise stellt das deutsche Bildungssystem vor große Herausforderungen. Mit Beginn der schulischen Laufbahn von Grundschuldkindern, sind nun auch die Lehrer gefragt, Neues hinzu zu lernen. Dabei gilt gerade Deutschland nicht als Vorbild für digitale Bildung. Im Gegenteil: Als Ende 2019 der zweite Teil der ICILS Studie (www.iea.nl/studies) — eine internationaler Vergleich der Digitalkompetenz von Achtklässlern — erschien, waren hierzulande kaum Fortschritte zu erkennen. Schon 2013 (Teil 1 der Studie) schnitten deutsche Schüler im Vergleich mit 13 anderen Staaten nur mittelmäßig ab. Noch schlechter sah das Zeugnis für die Schulen aus: Nur gut drei Prozent der Lehrer bekommen einen Computer gestellt, so wenig wie in keinem anderen der untersuchten Länder. Während sich in Dänemark 97 Prozent der Schüler und Lehrer über digitale Lernplattformen austauschen, lag die Quote in Deutschland im Untersuchungszeitraum 2018 nur bei 17 Prozent.

Dabei könnten mit elektronischen Tafeln und Tablets manche interessante Bildungsinhalte genutzt werden. Beispielsweise über den „Google Classroom“, in dem über die Anwendung “G Suite for Education” Lehrkräfte ihren Schülern Aufgaben zuweisen können. Mithilfe der Tablets können die Schüler dann auf die elektronischen Tafeln zugreifen und gemeinsam Aufgaben lösen. Diese virtuelle Schule ähnelt in mancher Hinsicht der echten. Auf der Classroom-Plattform richten Lehrkräfte ihre Kurse ein, aber auch Bereiche, zu denen die Kinder keinen Zutritt haben, wie zum Beispiel das Lehrerzimmer, in dem sich das Kollegium über die Erfahrungen mit dem digitalen Unterricht austauscht. Die Schüler wiederum nutzen für jedes Fach einen eigenen Bereich, in dem die jeweilige Lehrkraft Aufgaben einstellt und korrigiert, aber auch Erklärungen postet und Fragen beantwortet. Des Weiteren kann man Videoübertragungen einbinden, in denen sich Lehrer und Schüler zumindest ähnlich wie im Klassenzimmer austauschen. Zusätzlich sind die oftmals sehr intuitiv mit der digitalen Technik umgehenden Kinder wenig in eine Form gepresst. Da sich zum Beispiel mathematische Gleichungen schneller per Hand als über die Tastatur formulieren und bearbeiten lassen, werden diese auf einem Blatt Papier gelöst und dann mit dem Handy abfotografiert. Im Handumdrehen lassen sich danach über Smartphone und Classroom-App die Fotos in das virtuelle Klassenzimmer schicken.

Die FWU-Mediathek (fwu.de) ist ein Angebot für Medienzentren und Schulen. Dort können Lehrerinnen und Lehrer direkt am PC im Klassenzimmer oder bei der Unterrichtsvorbereitung zu Hause Zugriff auf rund 4400 Filme, Bildergalerien, Arbeitsblätter und interaktive Lerneinheiten nehmen. Auch die Schüler kommen an das gesamte Online-Angebot des Medieninstituts der Länder (FWU) zum Selbstlernen, zur Projektarbeit oder für Hausaufgaben. Die Inhalte entsprechen den Lehrplänen der Bundesländer. Sie stehen für fast alle Fächer in allen Schularten zur Verfügung, vom Elementarbereich bis zur Beruflichen Schule. Innerhalb der Jahreslizenz erhält eine Schule unbegrenzten Zugriff auf alle Angebote. Lehrerinnen und Lehrer können unter Berücksichtigung der lizenzrechtlichen Bestimmungen sämtliche Medien herunterladen, auf DVD brennen, auf einen USB-Stick kopieren oder in das Schulnetzwerk stellen.

Innovatoren erreichen mehr Umsatz und Gewinn, neue Kunden und Märkte. Trends früh erkennen, daraus Bedürfnisse richtig und rechtzeitig ableiten, neue Lösungen zum Erfolg entwickeln — das ist ihr Geschäft. Sie arbeiten intern im Netzwerk und extern mit Partnern. Marketing und Vertrieb sind früh eingebunden. Innovationen beginnen mit Ideen und gelingen durch strukturiertes Management.

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