Augmented Reality: Smarte Brillen machen einen Entwicklungsschritt

TEXT: Dr. Michael W. Preikschas

Sowohl die großen Technologie Player, als auch verschiedenste Start-Ups sagen intelligente Brillen (Smart Glasses) als die nächsten großen Knaller im Bereich der Wearables voraus. Und dies obwohl die Google Brille schon vor einigen Jahren auf diesem Markt gescheitert war. Zu groß, zu klobig, zu hässlich — all diese Charaktere ließen den Mainstream an dem Stück Technik vorbeigehen. Nun könnte gerade die Corona-Krise dieser Nischentechnologie zum Durchbruch verhelfen.

Intelligente — oder auch Augmented Reality Brillen sind eine Verbindung zwischen einem modischen Accessoire und der Möglichkeit ständig auf Informationen der virtuellen Art zugreifen zu können. Für gewöhnlich werden diese Webdetails in einem Kleinstformat auf einer der Brillengläser abgebildet, so dass die Augen reale und virtuelle Informationen gleichzeitig aufnehmen können. Hier können auch — ähnlich einem gewöhnlichen Smartphone — Features der Steuerung oder Navigation abgebildet werden. Schon seit einiger Zeit gibt es Gerüchte, dass Google (kaufte gerade den Hersteller North; www.cnbc.com), Apple und Facebook (Plessey) einen zweiten Sprung in diese Branche wagen werden, denn schließlich sagen auch Marktforscher (z.B. Strategy Analytics; www.strategyanalytics.com) einen Boom voraus. Ihre Prognosen stellen 27 Milliarden Dollar als Umsatz für Augmented- und Virtual Reality für das Jahr 2025 in Aussicht.

Nun kommt ihnen allerdings der indische Mobilfunkbetreiber Reliance Jio (www.jio.com) bevor. Kickstarter ist der weltweite Drang nach Heimarbeitsplätzen und Einsparungen im Bereich der Fahrten zu Geschäftsbesprechungen. Mit der neuen Brille lassen sich virtuelle Meeting in Kombination von unterschiedlichen Dimensionen durchführen. So können beispielsweise Gesprächspartner als 3D-Avatar sichtbar gemacht und ein Gespräch vor einem virtuellen Whiteboard umgesetzt werden. Aber auch Zweidimensionale Abbildungen sind möglich. Statt nur auf einen Bildschirm zu schauen, kann man durch die Gesprächspartner hindurchblicken in die wirkliche Umgebung, angereichert durch digitale Objekte — eine Welt voller Hologramme. Interessant ist weiterhin das mit 75 Gramm sehr geringe Gewicht der Brille sowie die Fähigkeit über 5G-Mobilfunk auf Daten zuzugreifen.

Dennoch macht diese Brille ein Menschengesicht nicht schöner. Diese negativ modische Komponente gilt auch für die Vuzix Blade Brille. Es ist kein Produkt, welches den Träger als ausgewiesene Fachkraft für schöne Brillen auszeichnet. Tatsächlich sieht diese Brille aus wie die erste Generation der AR-Brillen. Allerdings sind die Features unterschiedlich zu damals. Die Brille entspricht eigentlich einem Android Smartphone, welches man im Gesicht trägt. Es gibt eine Kamera, die Möglichkeit Musik zu hören oder Spiele zu spielen. Auch Netflix oder Zoom-Meetings lassen sich durch die Brille betrachten. Die Steuerung funktioniert über eine Anzahl an Apps, die über ein Touchpad angesprochen werden. Leichter geht es allerdings über die eingebaute Sprachsteuerung — dem Google Assistant Alexa.

Ein etwas älteres Video von Vuzix zeigt die Welt, wie der Hersteller sich den Umgang mit seinem Produkt vorstellt. Der Kunde setzt die Brille am Morgen auf und steuert seinen gesamten Tag mit diesem Wearable: erhält Wetterinformationen, bestellt ein Taxi oder ließt E-Mails. Ähnlich wie wir Nutzer es schon mit den Smartwatches erlebt haben. Mit einer tragbaren, leichten und modischen Brille also durchaus realistisch.

Innovatoren erreichen mehr Umsatz und Gewinn, neue Kunden und Märkte. Trends früh erkennen, daraus Bedürfnisse richtig und rechtzeitig ableiten, neue Lösungen zum Erfolg entwickeln — das ist ihr Geschäft. Sie arbeiten intern im Netzwerk und extern mit Partnern. Marketing und Vertrieb sind früh eingebunden. Innovationen beginnen mit Ideen und gelingen durch strukturiertes Management.

#AR #SmartGlasses #Wearables #VirtualReality

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